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27.02.2011
Deutsche Meisterschaft: Lehrgeld bezahlt
Es sollte einfach nicht sein. Bei der ersten Teilnahme an einer Meisterschafts-Endrunde in der Halle blieben unsere Frauen hinter ihren Möglichkeiten und bezogen zwei Niederlagen gegen TSV Niedernhall (0:3) und SV Moslesfehn (2:3). Dennoch gibt die Tatsache, dass die Calwerinnen erst vor zwei Jahren in die 1. Bundesliga aufgestiegen waren, mit dem Abstieg nichts zu tun hatten und sowohl in der Feld- wie nun auch in der Hallenrunde zu den Top-6 in Deutschland gehörten, mit Blick auf die Zukunft Auftrieb.
„Schade, aber es lief von Beginn an nicht so, wie wir uns das vorgestellt hatten“, meinte Elke Schöck, Spielertrainerin des TSV Calw, der vor wenigen Wochen als Tabellen-Erster im Süden für Aufsehen sorgte. Die junge und wenig erfahrene Mannschaft musste aber auch erkennen, dass in einem Turnier der Allerbesten nicht nur Einsatz und technisches Können zählen, sondern vor allem Routine. Die kann Niedernhall vorweisen. Schonungslos deckten die Hohenloherinnen Calws Lücken auf, beim TSV lief wenig rund. Fehler in der Abwehr, unpräzise Zuspiele, Schläge ins Aus oder in die Leine. Erst im dritten Satz fing sich unser Team, unterlag dennoch und war mit dem unerwarteten 0:3 gewissermaßen schon aus dem Rennen. Lediglich ein 3:0-Sieg gegen die starken Nordlichter aus Moslesfehn hätte noch für den Halbfinal-Einzug gelangt. Calw bäumte sich auf, die Zuspiele kamen besser, Stephanie Dannecker punktete. Doch der Vizemeister von 2010 hielt dagegen. Am Ende gewann Moslesfehn knapp und wurde am Sonntag Dritter. Im Finale schlug der Ahlhorner SV den Gastgeber TSV Dennach.
Platz 5 bei der Deutschen Meisterschaft: Stephanie Dannecker, Elke Schöck, Sandra Harsch, Lisa Kübler, Sarah Schenk, Sandra Janot, Sabrina Bauer, Rahel Hartmann.
1. Bundesliga Süd, Damen
Trainer: Elke Schöck, Bernd Stoll.
Team: Stephanie Dannecker (Kapitän/Schlagfrau), Elke Schöck (Zweitschlag), Rahel Hartmann (Mitte/Abwehr), Lisa Kübler (Mitte/Abwehr), Sandra Janot (Abwehr), Sarah Schenk (Abwehr), Sabrina Bauer (Abwehr).
31.10.2010 in Mannheim gg. TV Käfertal (3:0), ATS Kulmbach (3:1).
7.11.2010 in Birkenfeld gg. TV Obernhausen (3:0), TSV Niedernhall (3:2).
4.12.2010 in Vaih./Enz gg. TV Vaihingen/Enz (3:1), TuS Aschaffenbg.-Damm (3:0).
19.12.2010 in Calw gg. TV Obernhausen (3:2), TSV Niedernhall (0:3).
14.1.2011 in Neuenbürg gg. TSV Dennach (3:0), TV Bretten (3:0).
22.1.2011 in Kulmbach gg. TV Käfertal (3:0), ATS Kulmbach (2:3).
30.1.2011 in Aschaffenburg-Damm gg. AB-Damm (3:0), Vaih./Enz (3:1).
6.2.2011 (Sonntag), 11 Uhr, letzter Spieltag in Calw gegen TSV Dennach (3:0) und TV Bretten (3:0).
Endrunde um die Deutsche Meisterschaft, 26./27.2.2011 beim TSV Dennach in Neuenbürg: Calw gegen TSV Niedernhall 0:3, gegen SV Moslesfehn 2:3. Platz 5 für den TSV Calw
06.02.2011
Die neue Nummer 1 im Bundesliga-Süden
Frauen-Faustball vom Allerfeinsten bot der TSV Calw seinen Zuschauern am Sonntag (6.2.) in der Wimberger Kreissporthalle. Zum Abschluss der Bundesliga-Süd-Runde kam es dabei zum Spitzenduell des Zweiten mit Tabellenführer TSV Dennach, während der TV Bretten beiden Teams zum „Aufwärmen“ diente. Die Calwerinnen spielten wie aus einem Guss, gewannen jeweils 3:0 und holten sich ihren ersten Süd-Meistertitel.
Zunächst galt es, gegen Bretten nichts anbrennen zu lassen. Sandra Harsch übernahm als Calwer Zweitschlägerin den Part von Elke Schöck, die sich aufgrund von Knieschmerzen für das Spitzenspiel schonte. Zusammen mit Stephanie Dannecker bildete Harsch ein souveränes Angriffs-Duo und auch die Abwehr mit Sandra Janot, Sarah Schenk und (im dritten Satz) Sabrina Bauer stand sicher. Lisa Kübler machte in der Mitte ihre Sache gut. 11:6 und 11:4 gingen die ersten Durchgänge an den Favoriten, lediglich im dritten Satz wurde es eng. Doch mit dem sechsten Matchball zum 15:13 nahm der Gastgeber die erste Hürde.
Auch der in Bestformation angetretene TSV Dennach ließ gegen die Kraichgau-Fausterinnen nichts anbrennen. Schlagfrau Sonja Pfrommer bekam von Mittespielerin Anna-Lisa Aldinger den Ball schön auf die Leine gelegt und tobte sich gegen Bretten aus: 11:5, 11:2 und 11:4 – glasklare Sache. So war angerichtet für den Gipfel zwischen Dennach (28:2 Punkte) und Calw (26:4) im letzten Spiel dieser Hallenrunde.
Nach der überraschenden 0:3-Niederlage zu Hause gegen die Calwerinnen vor drei Wochen hatte sich das Team von Trainerin Beate Bolz viel vorgenommen. Zumindest Tabellenplatz 1 zu verteidigen, um für die Deutsche Meisterschafts-Endrunde am 26./27. Februar in der heimischen Neuenbürger Halle die beste Ausgangsbasis zu legen. Doch auch die Calwerinnen strotzten vor Selbstbewusstsein und Schlagfrau Stephanie Dannecker („wir sind richtig heiß auf dieses Spiel“) ließ sich ihr schmerzendes Handgelenk verarzten, dann legte die U18-Weltmeisterin los wie die Feuerwehr. So entwickelte sich ein hochklassiger Schlagabtausch zweier Teams auf Augenhöhe, mit teils langen und spannenden Ballwechseln. Dennachs National-Schlagfrau Sonja Pfrommer hielt dagegen. 9:10 führte der Gast, doch die Calwerinnen drehten den ersten Satz auch dank zweier Missverständnisse bei den Gegnerinnen.
Im zweiten Durchgang stand die Calwer Abwehr wie eine Eins. Sarah Schenk mit Übersicht, Sandra Janot sicher, Rahel Hartmann platzierte schöne Vorlagen. Stephanie Dannecker vollendete und Elke Schöck spielte immer wieder Sonja Pfrommer an, nahm sie so aus der Begegnung. 11:6 für Calw. Auch danach war das Match bis zum 8:8 ausgeglichen, die Heimmannschaft blieb nervenstärker, überließ die Fehler dem Gegner und wurde vom Publikum zum 3:0-Sieg getragen. Somit überholten die Orangenen noch den Lokalrivalen dank des klar besseren Satzverhältnisses.
„Dass Elke und ich, wir alten Haudegen, noch einmal Süd-Meisterin werden“, freute sich Sarah Schenk, die als routinierte Abwehrspielerin mit der deutschen Auswahl 2010 Vize-Weltmeisterin in Chile wurde. „Jetzt spielen wir auch bei der deutschen Endrunde voll auf Sieg.“ Elke Schöck setzt darauf, „dass uns die Nord-Klubs noch nicht so gut kennen. Und dass uns die Halle in Neuenbürg liegt, haben wir auch schon bewiesen.“
Technik- und Sprint-Training ist bei den Calwerinnen in den kommenden Wochen bis zum Saison-Höhepunkt angesagt. Dennachs Trainerin Bolz hingegen lädt ihr Team zu einem Trainingslager. „Nun müssen wir eben schauen, was für uns drin ist bei der Deutschen.“ Die Karten sind verteilt: TSV Calw trifft in drei Wochen auf den Süd-Dritten TSV Niedernhall sowie den Nord-Zweiten SV Moslesfehn, Dennach bittet die Nordlichter vom Ahlhorner SV (Erster und amtierender Deutscher Meister) und TV Jahn Schneverdingen zum heißen Titel-Tanz.
31.1.2011
Vier eingeplante Punkte
Weder das Gastgeberteam vom TuS Aschaffenburg-Damm noch der TV Vaihingen/Enz stellten die Calwer Bundesligafrauen vor Schwierigkeiten. Beide Gegner wurden mit klaren 3:0-Siegen von den locker auftrumpfenden Schwarzwälderinnen abgefertigt. Unbedingt vormerken: Am Sonntag (6.2.) nun kommt es in der Wimberger Kreissporthalle zum Bundesliga-Gipfel im Süden. Ein Sieg gegen Spitzenreiter Dennach oder gegen den Vierten Bretten reicht, um als „Vize“ im Süden abzuschließen und für die Deutsche Endrunde zu planen.
25.01.2011
Ein Ballgewinn fehlte zum Doppelsieg
Faustball kann so hart sein... Beim starken ATS Kulmbach mussten unsere Frauen ihre zweite Saison-Niederlage hinnehmen. Aber wie: 2:0 Sätze (14:12, 11:4) waren die Calwerinnen vorne, dann drehte die Schlagfrau aus der Starkbierstadt auf, Kulmbach wurde immer stärker und glich mit 11:9 und 11:8 aus. Im fünften und letzten Durchgang agierten beide Teams auf Augenhöhe - mit dem besseren Ende für die Gastgeberinnen, die mit dem knappsten aller Resultate, 15:14, gewannen. Der TV Käfertal war kein gleichwertiger Gegner und wurde von Calw mit der starken Angreiferin Elke Schöck mit 11:3, 11:4 und 11:8 abgefertigt.
17.01.2011
Calw ist einfach Spitze!
Das war ein Ding! Unerwartet souverän haben unsere Frauen den Spitzenspieltag in der 1. Bundesliga Süd dominiert. Beim Lokalrivalen TSV Dennach, wo die Calwerinnen (wie die Konkurrenz auch) früher meist auf verlorenem Posten standen, gewannen unsere Heldinnen souverän 3:0. Auch der zweite Gegner des Tages, der bis dato ebenfalls um die Tabellenspitze ringende TV Bretten, wurde ohne Satzverlust abgefertigt.Elke Schöck gab mit ihrer Übersicht der Mannschaft große Sicherheit und auch die Abwehr gab sich keine Blößen. Und als die selbstbewussten und erfolgverwöhnten Dennacherinnen sich mit großem Kampfgeist und mit der Brechstange gegen die drohende erste Saisonniederlage stemmten, legten auch die Calwerinnen noch einmal eine Schippe drauf und hielten dagegen. So rückten die Orangenen, erst im zweiten Jahr in der obersten Spielklasse dabei, sensationell an die Tabellenspitze. Am Samstag gilt es nun in Kulmbach, den "Platz an der Sonne" zu verteidigen.
23.12.2010
2:2 Punkte beim Heimspieltag
Spannend wurde es am letzten Spieltag des Jahres für unsere Bundesligafrauen. Am Vierten Advent in der Wimberger Berufsschul-Turnhalle waren die starken Mannschaften TV Obernhausen und TSV Niedernhall zu Gast und wieder einmal zeigte sich, dass Heimspiele nicht unbedingt mit Heimvorteil gleichzusetzen sind.
Unsere Supergirls agierten nervös, aber über den Kampf gelang es der Truppe um Spielertrainerin Elke Schöck, die drohende Niederlage gegen Aufsteiger Obernhausen abzuwenden. Das 3:2 war ein schweres Stück Arbeit. Niedernhall hingegen spielte ganz locker auf, ließ Obernhausen locker abblitzen und hatte sich richtig warm gespielt und spätestens nach dem 12:10 über Calw im zweiten Satz war klar, dass bei den Hohenloherinnen an diesem Tag nichts zu erben war. Folge: eine satte 0:3-Niederlage. Der einzige Makel in einer grandiosen Hallensaison, die den TSV Calw mit nun 14:2 Zählern auf Platz 2 der Bundesliga Süd sieht.
Im neuen Jahr geht's gleich richtig rund: Acht Begegnungen innerhalb von drei Wochen. Den Anfang macht das Gipfeltreffen der Top-3 am Freitag, 14. Januar, ab 18.30 Uhr in Neuenbürg: Gegner sind TSV Dennach und TV Bretten. Springen in der Restsaison noch viele Punkte heraus, ist sogar die Teilnahme an der Endrunde zur „Deutschen“ möglich. Man soll sich ja immer was Gutes vornehmen für ein neues Jahr…
04.12.2010
Der Favoritenrolle gerecht geworden
So weit hat sich die Bundesliga-Mannschaft der Frauen schon entwickelt. Im letzten Jahr noch Neuling im süddeutschen Oberhaus, jetzt Tabellenführer und als klarer Favorit zum dritten Spieltag in Vaihingen/Enz gereist. Mit der frisch gebackenen Vize-Weltmeisterin Sarah Schenk in der Abwehr, U18-Weltmeisterin Steffi Dannecker am Schlag und den sich immer besser entwickelnden jungen Spielerinnen wie Sandra Janot, Lisa Kübler oder Sabrina Bauer geht es zügig aufwärts.
Dementsprechend wurden die Calwerinnen auch in den Begegnungen mit dem Gastgeber von der Enz (3:1) und dem kampfstarken, aber technisch unterlegenen TuS Aschaffenburg-Damm ihrer Rolle gerecht. 12:0 Punkte beträgt die Bilanz nach sechs von 16 Spielen - und an der Tabellenspitze lässt sich prima leben. Der Klassenerhalt ist damit schon jetzt "eingetütet", Elke Schöcks Mannschaft darf sich höhere Ziele stecken.
22.11.2010
TSV Calw hat eine Vize-Weltmeisterin!
Herzlichen Glückwunsch, Sarah Schenk! Unser Bundesliga-Abwehrass ist mit einer Silbermedaille von der Weltmeisterschaft in Chile zurückgekehrt. Nach Siegen u.a. über Top-Favorit Österreich sowie die Schweiz musste Deutschland im Finale gegen Brasilien antreten - und verlor 1:3, nachdem es in der Gruppenbegegnung noch zu einem 3:1-Sieg über die Südamerikanerinnen reichte.
Trotzdem: der Trip ans andere Ende der Welt war für Sarah ein unvergessliches Erlebnis.
07.11.2010
Siegesserie gestartet
Sarah Schenk vertritt deutsche Farben bei WM in Chile
Mit einer „weißen Weste“ gehen die Bundesliga-Faustballerinnen vom TSV Calw in die WM-Pause. In Birkenfeld gab es zwei weitere Siege, die Schwarzwälderinnen bleiben an der Tabellenspitze.
Der Aufsteiger vom TV Obernhausen versuchte mit Kampfkraft seinen Heimvorteil als Spieltags-Gastgeber zu nützen, war gegen die konzentrierte und technisch überlegene Calwer Mannschaft jedoch überfordert. „Den 3:0-Sieg haben wir uns recht locker erspielt, es lief einfach rund“, fasst Spielertrainerin Elke Schöck zusammen. Nach dem starken Auftakt mit Erfolgen gegen TV Käfertal und ATS Kulmbach in der Woche zuvor geriet der dritte Saisonsieg (11:7, 12:10, 11:3) trotz des etwas holprigen zweiten Satzes nie ernsthaft in Gefahr, weil schon die Abwehr mit Sandra Janot, Sabrina Bauer und Sarah Schenk meist sicher stand, das Aufbauspiel von Rahel Hartmann und Lisa Kübler passte.
Das Nahziel, zu Saisonbeginn gleich zu punkten und Sicherheit zu gewinnen, war erreicht. Gegen den stark eingeschätzten TSV Niedernhall, der ebenfalls Obernhausen im Griff hatte (3:1), war ein engeres Match zu erwarten. Doch die Calwerinnen legten los wie die Feuerwehr. 11:8 und 11:6 gingen die ersten Sätze an die Orangenen, dann verlor die Mannschaft plötzlich den Faden. Die Hohenloherinnen punkteten verstärkt mit kurzen Angaben, Zuspiele aus der Calwer Mitte wurden nicht mehr sauber an die Leine gestellt, Schlagfrau Stephanie Dannecker musste es mit der Brechstange versuchen. Das ging schief.des Filmrisses: 9:11 und 8:11 - ein fünfter Satz musste entscheiden. Betreuer Bernd Stoll schwor seine Mannschaft ein und es lief wieder wie am Schnürchen. Bis zur 10:5-Führung. Dann vergab Calw fünf Matchbälle, es entwickelte sich ein Hitchcock-Krimi - mit dem besseren Ende für den Tabellenführer: 13:11. Ein Angabenfehler Niedernhalls beendete das Match.
„Wir wissen, wo unsere Schwächen liegen und werden hart daran arbeiten“, richtet Zweitangreiferin Elke Schöck den Blick auf die kommenden Wochen. Eine TSV-Akteurin befindet sich in dieser Zeit allerdings am anderen Ende der Welt: Sarah Schenk, das 31-Jährige Abwehr-Ass, reist mit der Nationalmannschaft nach Chile und vertritt die deutschen Farben bei der Weltmeisterschaft. Nach ihrer Rückkehr geht es dann am 4. Dezember zum dritten Spieltag nach Vaihingen/Enz. Sowohl die Heimmannschaft wie auch der TV Aschaffenburg-Damm sind bislang ohne Punktgewinn. „Dort wollen wir unsere Serie fortsetzen“, so Schöck. „Hoffentlich mit einer frischgebackenen Weltmeisterin in der Mannschaft.“