TSV Calw 1846 - Faustball


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Schwabo 05.02.2010 Reifeprüfung bestanden

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Reifeprüfung bestanden

FaustballTrainer Ralf Schöck zieht ein zufriedenes Bundesliga-Fazit

Calw (svh). Was war das aufregend, das Debüt in der 1. Bundesliga Süd für die Faustballerinnen des TSV Calw. Höhen und Tiefen wechselten sich ab, Verletzungen und Krankheiten warfen das Team zurück, man feierte unerwartete Siege und ärgerte sich über frustrierende Pleiten. Am Ende bleibt Freude: Klassenerhalt geschafft!

Mit souveränen 3:0-Siegen über Absteiger Frankonia Karlsruhe sowie den TSV Niedernhall beendete die Mannschaft von Trainer Ralf Schöck ihre „Lehrzeit“, verhinderte somit den Abstieg und erreichte das erklärte Saisonziel. Am kommenden Wochenende können die Schwarzwälderinnen ganz entspannt zuschauen, wie sich die letzten Begegnungen ohne Calwer Beteiligung entwickeln. Ob der TSV danach weiterhin den 6. Platz in der Tabelle inne hat oder noch vom TV Käfertal auf Rang 7 verdrängt wird, spielt keine Rolle.

Ins Halbjahres-Zeugnis seiner Truppe kann Coach Schöck notieren: „Befriedigend. Versetzt.“ Er erinnert an die Probleme, vor die seine Spielerinnen und er gestellt wurden. Ausgerechnet im letzten Training vor dem ersten Spieltag hatte sich Nationalspielerin Sarah Schenk, die mit ihrer Erfahrung der sehr jungen Mannschaft Sicherheit verleihen sollte, am Knöchel verletzt und fiel wochenlang aus. Abwehr-Ass Selin Stoll laborierte lange an einem angeknacksten Knie. Hauptangreiferin Stephanie Dannecker musste wegen Krankheit forfait erklären. „Diese Ausfälle zeigten, wie wichtig es ist, einen kompletten und ausgeglichen guten Kader zu besitzen“, weiß Trainer Ralf Schöck.

Die 16 Erstliga-Begegnungen – sieben Siege, neun Niederlagen, 30:32 Sätze – untermauerten die Prognose, dass Schöcks Schützlinge der durchweg erfahreneren Konkurrenz „rein spielerisch durchaus gewachsen sind“. Probleme hatten die Calwerinnen lediglich mit ihrer eigenen Courage. „Bei den Heimspielen hatten viele den Zitterer, auswärts waren wir stärker.“ Und wenn es gegen Mannschaften ging, die nominell schwer zu knacken sind, geigten die Orangenen so locker und lässig auf wie im Training, besiegten die Spitzenteams aus Niedernhall, Bretten, Kulmbach oder Aschaffenburg. Schwierigkeiten hingegen bereiteten sie sich selbst, wenn es gegen die vermeintlich Schwachen wie Käfertal oder Karlsdorf ging. „Reine Kopfsache“, meint Schöck.

Im Frühjahr beginnt dann die nächste Nagelprobe für die Truppe, die in ihrer jetzigen Konstellation erhalten bleiben soll. In der Freiluft-Saison geht Calw ebenfalls erstmals auf Punktejagd in der höchsten Spielklasse – „und ich hoffe, dass es nicht wieder einen Kampf gegen den Abstieg bis zum letzten Spieltag gibt“, so Schöck. Rechtzeitig Punkte für einen sicheren Mittelfeldplatz in der Tabelle einfahren, lautet die Devise. „Höhere Ziele können wir uns dann später setzen.“ Ob des Trainers Ehefrau Elke Schöck mit ihrer Routine ein fester Bestandteil des Teams bleibt, muss sich zeigen. Ex-Weltmeisterin Sarah Schenk sollte diesmal ohne Verletzung durchkommen. Und die fünf Teenager im Calwer Trikot – Lisa Kübler, Selin Stoll, Steffi Dannecker, Sandra Janot und Rahel Hartmann – können ihr nächstes Bundesliga-„Semester“ nach der bestandenen ersten Prüfung mit größerem Selbstbewusstsein angehen.

Während die „Älteren“ im Team in den kommenden Wochen eine kleine Auszeit und reduzierte Trainingsbelastung genießen dürfen, bleibt die „Girl Group“ mit Selin Stoll, Lisa Kübler und Stephanie Dannecker voll im Saft. Ende Februar ist ihr Können im A-Jugend-Team gefragt, das sich – wie auch die weiblichen B- und C-Jugend des TSV Calw – für die Süddeutschen Meisterschaften qualifizierte.

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letzte Aktualisierung am: RS 07.09.2010

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