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Zwei Punkte müssen her
Faustball Brettener Gipfel für Calws Bundesligafrauen
Calw (svh). Ungewohntes Gefühl für Ralf Schöck: Vor dem dritten Spieltag des Bundesliga-Neulings Calw, am Sonntag (11 Uhr) beim TV Bretten, schöpft der Trainer voraussichtlich erstmals aus dem „Vollen“. Das Calwer Lazarett hat sich gelichtet, sieben Akteurinnen stehen Gewehr bei Fuß. Zwei Punkte sollen – mindestens – her.
Gegen Bretten, das Liga-erfahrene Team mit Ziel Meisterschafts-Endrunde, kann man als Aufsteiger verlieren. Doch der TSV Karlsdorf ist ein Konkurrent im Rennen um Zählbares für den Klassenverbleib. „Wenn wir nicht in die Bredouille kommen wollen, müssen wir diese doppelt wichtige Begegnung gewinnen“, gibt Schöck vor. Trotzdem träumt nicht nur er davon, auch den favorisierten Brettenerinnen ein Bein zu stellen. „Wir haben den TV im Vorbereitungsturnier von Schwieberdingen bereits geschlagen.“
Besonders heiß auf den Vergleich mit ihren ehemaligen Teamkameradinnen ist Calws Ex-Weltmeisterin Sarah Schenk, die in dieser Woche erstmals seit ihrem Bänderriss voll trainierte. Besonders wichtig: Schlagfrau Stephanie Dannecker hat ihre Grippeerkrankung überstanden, selbst das lädierte Knie von Selin Stoll stellt offenbar kein Hindernis dar. Einzig Lisa Küblers Fußgelenkstauchung ist noch zu beobachten.
„Jetzt können wir endlich angreifen“, gibt Schöck die Devise aus. Im Angriff gesetzt sind Steffi Dannecker und Elke Schöck, „in der Mitte gibt es zu Rahel Hartmann derzeit keine Alternative. Sie spielt einen überragenden Part“, stellt der Coach fest. „Und Selin Stoll zeigte zuletzt, selbst unter Druck, Superleistungen.“ Die Möglichkeit, in der Abwehr ein wenig rotieren zu können, gleicht einem „Luxusproblem“ für die Orangenen.
Mit 2:6 Punkten rangiert der TSV derzeit im unteren Tabellenbereich. „Wir können mit dieser Mannschaft, wenn sie komplett fit ist, aber jeden besiegen“, weiß Schöck. Das Abstiegsgespenst soll deshalb schnell vertrieben werden, „dann können wir befreiter aufspielen und werden dann noch besser.“ Ein Grundstein soll in Bretten gelegt werden.