TSV Calw 1846 - Faustball


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Schwabo 29.01.2010 Letzte Chance

Presse > Bundesliga > Hallenrunde 2010

Ein 3:2-Sieg würde reichen

Faustball Calw kämpft um Bundesliga-Klassenerhalt / A-Jugend um Württembergische

Calw (svh). Das „schwache Geschlecht“ erweist sich im Falle der Faustball-Abteilung des TSV Calw einmal mehr als bärenstark. Gerade wurde die B-Jugend Württembergischer Meister, auf Platz 5 überraschte das zweite U16-Team. Am Samstagämpfen die A-Jugendlichen um die Vorherrschaft im „Ländle“. Tags darauf (Sonntag, 11 Uhr in Karlsruhe) geht es für die Bundesligafrauen um alles oder nichts.

Die Rechnung für den Aufsteiger in die oberste Spielklasse ist einfach: Nach den jüngsten Heimniederlagen muss aus den letzten zwei Begegnungen beim bereits fest stehenden Absteiger ESG Frankonia Karlsruhe und gegen den noch um die Qualifikation zum Meisterschaftsturnier kämpfenden TSV Niedernhall zwingend ein Sieg her. Dann würde Calw, derzeit mit 10:18 Punkten und 24:32 Sätzen Tabellen-Achter, den auf dem rettenden siebten Platz rangierenden TSV Karlsdorf (12:20 / 27:39), der bereits alle Spiele absolviert hat, noch auf den Abstiegsrang verdrängen.

Selbst der TV Käfertal (Platz 6, 12:16 Zähler) liegt in Reichweite der Calwerinnen. Theoretisch. Doch die Mannschaft um Spielführerin und Junioren-Nationalschlagfrau Stephanie Dannecker gleicht in dieser Winterrunde einer Wundertüte. Einerseits besiegte sie in ihrem ersten Bundesliga-Jahr überhaupt die Spitzenteams ATS Kulmbach, TV Bretten oder TuS Aschaffenburg-Damm, verlor aber zu häufig gegen die direkten Rivalen im Abstiegskampf. „Die Spieltage, an denen Steffi krank war, Sarah Schenk und Selin Stoll mit Verletzungen kämpften, warfen uns so weit zurück“, weiß Trainer Ralf Schöck. Zuletzt hätten aber auch die Routiniers, seine Frau Elke sowie Nationalspielerin Sarah Schenk, kaum Impulse gesetzt. „Und plötzlich blockiert etwas, es läuft nicht mehr so selbstverständlich. Selin, Steffi sowie Lisa Kübler sind gerade mal 16, 17 Jahre jung. Die Mannschaft muss noch lernen, diesen Druck – auch durch die Schule und andere Begebenheiten – auszublenden.“

Die drei jüngsten Akteurinnen kommen bereits am Samstag - ab 11 Uhr in der Wimberger Berufsschul-Turnhalle - imzum EinsatzRalf Schöck hofft, dass sie sich im Kampf um die Württemberg-Krone nicht zu sehr verausgaben. Allerdings sei der Verbleib in der 1. Bundesliga „keine Frage des Könnens. Diese Mannschaft gehört von ihrer Leistungsfähigkeit klar ins Oberhaus. Aber die psychologische Belastung ist jetzt die wichtige Komponente. Ein Martin Schmitt kann auch Skispringen, außer wenn der Kopf nicht mitspielt. Stephanie Dannecker war es bisher nicht gewöhnt, Rückständen hinterher zu hecheln, gegen gleich starke Gegner zu verlieren. Deshalb wäre es kein Beinbruch, die nächste Hallenrunde in der Zweiten Liga zu bestreiten. Aber es wäre jammerschade.“

Was für die Calwerinnen möglich ist, bewiesen sie in der Vorrunde: da wurden sowohl die Karlsruherinnen als auch das Team aus Niedernhall jeweils mit 3:0 Sätzen abgefertigt. Diesmal würde schon ein einziges 3:2 ausreichen.


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letzte Aktualisierung am: RS 01.09.2010

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