TSV Calw 1846 - Faustball


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Schwabo 30.11.2009 Kür rettet verhauene Pflicht

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Kür rettet verhauene Pflicht

Faustball: Calws Bundesliga-Frauen machen’s spannend / Starke Sandra Janot

Calw (svh). Nichts für Nervenschwache sind die Auftritte der Calwer Faustball-Frauen in ihrer ersten Bundesliga-Saison. In Bretten gab es – wie erwartet – einen Sieg und eine Niederlage. Und doch kam es ganz anders, als es sich die Orangenen zuvor ausgerechnet hatten.

„Ein Sieg ist Pflicht gegen den TSV Karlsdorf“, hatte Trainer Ralf Schöck zuvor die Devise ausgegeben. Doch im Abstiegskampf gelten eigene Regeln. Dass sich die Nordbadenerinnen dermaßen kämpferisch präsentieren würden, überraschte die in kompletter Mannschaftsstärke angereisten Calwerinnen dann doch. Zumal es, nachdem Bretten den schwächeren Gegner mit 3:0 (11:8, 11:7, 11:6) aus der Halle fegte, auch für Calw zunächst nach Maß lief.

11:5 gewannen die Schwarzwälderinnen den ersten Durchgang und im zweiten führten sie bereits 10:7. Plötzlich aber war die Luft raus. Die Angreiferinnen leisteten sich Fehler und die Gegnerinnen holten selbst schwierigste Bälle plötzlich heraus. Und es stand 1:1 (11:13). Obwohl die Mannschaft mit der wieder genesenen Schlagfrau Stephanie Dannecker dann erneut in Führung ging (11:4), hatten die Karlsdorferinnen den Braten gerochen: Da geht was.

„Wir haben die Gegnerinnen stark gespielt“, so Schöcks Fazit, nachdem die Aufsteigerinnen um Mittespielerin Rahel Hartmann nach 6:11 und dem bitteren 9:11 im Entscheidungssatz gratulieren mussten. Genau diese Niederlage wollten sie vermeiden, um im Abstiegskampf nicht in Schwierigkeiten zu geraten. „Wir mussten Lehrgeld bezahlen“, räumt Ralf Schöck ein. Und wunderte sich, dass an diesem Tag die eigentlichen „Paradepositionen“, im Angriff, nervös agierten, während die Abwehr sicher stand. „Ein paar Fehler in den entscheidenden Momenten haben das Spiel entschieden.“

Doch ausgerechnet gegen den Bundesliga-Zweiten TV Bretten drehten die Calwerinnen zeitweise auf wie zu besten Zeiten. Schon die ersten Sätze gerieten zum Krimi zweier Spitzenteams (12:10, 11:13), und als der dritte Abschnitt mit 5:11 an die Heimmannschaft ging, mobilisierte die Abwehrreihe sowie die Abteilung Angriff letzte Kräfte. 11:8, Satzausgleich, und im Fünften behielten diesmal die Gäste die Oberhand (11:7). Nach der verpatzten „Pflicht“ eine umso gelungenere „Kür“. „Die Abwehr hat mir sehr gut gefallen“, so Ralf Schöck, „ein Extra-Lob hat sich Sandra Janot verdient. Für sie war dieser Spieltag ein kleiner Meilenstein.“

4:8 Punkte lautet nun die Bilanz in der Tabelle. Auf den Nikolaus wollen sich die Calwerinnen nun nicht verlassen, wenn sie am nächsten Sonntag – ab 11 Uhr – ihre zweite Heimspielreihe in der Wimberger Berufsschul-Turnhalle bestreiten. Mit der ESG Frankonia Karlsruhe kommt das Liga-Schlusslicht (2:10 Zähler / Schöck: „Ein Vierpunkte-Spiel“) und auch der TSV Niedernhall (4:4) ist für den TSV Calw nicht unbesiegbar. Für Nervenkitzel ist garantiert wieder gesorgt

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letzte Aktualisierung am: SH 05.10.2011, 08:18 Uhr

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